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Die Magie der Elliott-Wellen

Die Analyse der Märkte mit Hilfe der Elliott- Wellen ist den meisten Marktteilnehmern auch gut 60 Jahre nach dem Tod des verkannten Genies Nelson Elliott immer noch ein magisches Buch mit ungezählten Siegeln. Es haftet etwas Esoterisches an Elliotts Methode, obwohl sie im Prinzip strengen Regeln folgt. André Tiedje ist charttechnischer Analyst bei www.Godmode-Trader.de, einem der größten Finanzportale Deutschlands. In einem seiner Premium-Trading-Pakete analysiert er den US-Markt mit Hilfe der Elliott-Wellen und erzielt damit eine beinahe beängstigende Trefferquote…

TJ: Herr Tiedje, Glückwunsch zu Ihrer Erfolgsserie. Ihr US-Live-Trading-Angebot ist eine Erfolgsstory. Ist es richtig, dass Sie bei der Analyse praktisch nur mit Elliott- Wellen agieren?
AT: Ja, das ist korrekt. Die Bewegung der Märkte wird allein durch das Verhalten der Marktteilnehmer widergespiegelt. Aus dieser Erkenntnis basiert der Handel.

TJ: Bitte fassen Sie für unsere Leser das Prinzip zusammen, dass Elliott entdeckte.
AT: Das Elliott Wellenprinzip reflektiert das psychische Verhalten der Marktteilnehmer. Die Marktpsychologie ist der kurstreibende Faktor. Mit der Elliott Wellen Technik lässt sich diese Marktpsychologie auswerten. Die Marktstimmung kann so anhand von immer wiederkehrenden Mustern gemessen werden.
Die Elliott Wellen Technik unterscheidet dabei zwei grundlegende Muster. Ein Impulsmuster und ein Korrekturmuster. Beide zusammen ergeben das Basismuster.

Impulsmuster

Das Impulsmuster, auch Antriebsmuster genannt, kennzeichnet die bestimmende Kursbewegung. Diese Impulsbewegung ist der Ursprung eines jeden Trends. Eine Impulsbewegung komplettiert sich aus fünf Wellen. Drei dieser Wellen nämlich, die Wellen 1-3 und 5 (siehe Abbildung 1.1 und 1.2) bringen die übergeordnete Grundrichtung der Trendbewegung hervor. Die übergeordnete Trendrichtung wird jeweils durch zwei gegenläufi ge Korrekturbewegungen, nämlich die Wellen 2 und 4 (siehe Abb. 1 .2) dargestellt. Das heißt, auch der Finanzmarkt kann sich nicht dem physikalischen Gesetz entziehen. „Was hoch geht, muss auch wieder runter kommen. Jede Aktion erzeugt eine Reaktion". Kursbewegungen werden in Trendphasen und Korrekturphasen aufgeteilt. Trendphasen zeigen die Hauptrichtung der Kursentwicklung, während zwischengeschaltete Korrekturphasen sich gegen den vorliegenden Trend bewegen.

Korrekturmuster

Das Korrekturmuster ist die begleitende Kursbewegung. Diese Korrekturbewegung beendet das Vorgeschaltete Impulsmuster. Eine Korrekturbewegung setzt sich aus drei Wellen zusammen. Zwei dieser Wellen, nämlich die Wellen A und C (siehe Abb. 2.1) weisen auf die übergeordnete Grundrichtung der Korrekturbewegung hin. Die übergeordnete Korrekturrichtung wird durch eine gegenläufige Welle B (Siehe Abb. 2.2) unterbrochen. Zwischengeschaltete Korrekturbewegungen unterliegen dem vorherrschenden Trend. Das Korrekturmuster ist dem Impulsmuster gleichberechtigt und orientiert sich zeitlich und preislich an dem vorausgegangenem Impulsmuster.

Das Basismuster

Aus den beiden vorher beschriebenen Mustern (Impulsmuster und Korrekturmuster) entsteht das Basismuster. Aus einer psychologisch angetriebenen Marktbewegung resultiert nach dem Grundprinzip der Elliott Wellen Technik ein Muster (Fraktal), welches aus acht Elementen besteht. Diese acht Elemente unterteilen sich in eine fünfteilige (1-2-3-4-5) Impulsbewegung und in eine dreiteilige (a-b-c) Korrekturbewegung.

Die nummerischen Elemente (1-2-3-4-5) geben dabei die maßgeblich entscheidende Trendrichtung an. Sie werden als Antriebsoder Impulswelle bezeichnet. Die alphabetischen Elemente (a-b-c) zeigen die gegensätzliche, sekundäre Korrekturwelle. Dieses Fraktal entsteht in kurz- und langfristigen Zeiträumen, sowie in Aufwärts- und in Abwärtsbewegungen. Die vorherrschende Form der Marktentwicklung wird durch drei ständig wiederkehrende Aspekte innerhalb der nummerischen Fünfwellen-Formation bestimmt. Regeln zu dem Impulsmuster:

1. Eine Impulswelle besteht aus fünf Wellen

2. Die Welle 2 kommt nie über den Anfangspunkt der Welle 1 hinaus. 

3. Die Welle 3 ist nie die kürzeste Welle

4. Die Welle 4 darf nie in den Wellenkorridor der Welle 1 zurückkehren (Es gibt Ausnahmen).

Dieses grundsätzliche Kursverhalten, welches in fünf Trendbewegungen und drei Korrekturbewegungen unterteilt ist, kann in den verschiedensten Zeitebenen entstehen. Als Konsequenz daraus lässt sich festhalten, dass das beschriebene Basismuster ein Teilelement eines übergeordneten Basismusters ist.

Verschiedene Wellengrade

Jedes Basismuster ist ein Teilelement eines anderen Basismusters in verschiedenen Zeitebenen. Ein Basismuster lässt sich von mikroskopisch klein bzw. Minute, Stunde, Tag, Woche, Jahr und höher zusammenfassen. Die wichtigste Erkenntnis der Elliott Wellen Theorie ist das Verständnis für die verschiedenen Zeitebenen. Entscheidend ist, dass das übergeordnete Basiselement nicht nur eine Vergrößerung, sondern exakt die gleiche Formation, nur einen Wellengrad höher.
Diese Wellen und Unterwellen besitzen eine Selbstähnlichkeit, wie die jeweils größere Welle zu der sie gehören. Das Verstehen dieser Tatsache bildet die Hauptgrundlage zum Verständnis der Elliott Wellen Theorie. In der Summe sagt dieses aus, dass sowohl die Elliott Wellen Muster, als auch das Elliott Wellen Regelwerk in immer gleicher Form auftreten und in immer gleicher Weise auf jeder Zeitebene angewendet werden können.

In Abb. 4.1 wird noch einmal veranschaulicht, wie wichtig das Verständnis für die Unterwellen ist, welches im Folgenden detailliert beschrieben wird. Sie sehen hier übergeordnet ein Basismuster, welches sich aus den Wellen 1–2 zusammensetzt. Der dazugehörige Ursprungsimpuls (1-2-3- 4-5) liegt hingegen zwei Wellengrade tiefer. Einen Wellengrad höher wird dadurch ein weiterer Impuls (1) finalisiert. Diese Impulswelle 1 wird wiederum durch die Korrekturwelle 2 korrigiert. Die Korrekturwelle 2 setzt sich aus den Unterwellen a-b-c zusammen. Wenn ein Acht-Wellen-Zyklus (1-2-3-4-5-ab- c) endet, folgt ihm ein identischer Wellenzyklus auf einem höheren Wellengrad (1-2-3-4-5-a-b-c).

Die Wellen 1-2-3-4-5 bilden das entsprechende Impulsmuster und schließen die Welle 1 ab. Die Wellen a-b-c bilden das entsprechende Korrekturmuster und schließen die Welle 2 ab. Das Basismuster 1-2 ist bereits wieder ein Teilelement eines noch größeren Basismusters. Ein Fünf–Wellen– Muster (Impulsmuster) wird auf derselben Wellenebene von einem Drei-Wellen-Muster korrigiert. Das daraus resultierende Acht- Wellen-Muster schließt den Zyklus vollständig ab. Es entsteht das Basismuster.

TJ: Was macht für Sie das besondere dieser Analyseart aus? Vor allem im Gegensatz zu herkömmlichen charttechnischen Ansätzen.
AT: Bedenken Sie, dass 95 % der Marktteilnehmer Verlierer sind. Es werden nur 5 % der Marktteilnehmer wirtschaftlich erfolgreich agieren. Die Bewegungen der Märkte spiegeln den Umgang privater und institutioneller Marktteilnehmer mit Finanzinformationen wieder. In Entscheidungssituationen entstehen bei den Tradern und Anlegern oft Unsicherheiten, die dann systematische Fehler hervorrufen. Dieses menschliche Fehlverhalten der Marktteilnehmer verhindert den gewünschten Börsenerfolg. Es liegt in der menschlichen Natur, dass das Verlangen nach Sicherheit und Kontrolle vorhanden ist. Mit der Elliott Wellen Technik besteht dadurch die Möglichkeit dieses menschliche Fehlverhalten auszuwerten und profitabel umzusetzen.

TJ: Ist der Ansatz nicht eher etwas für Exoten? Oder ist das vielleicht sogar der große Vorteil: Die meisten technischen Analysten umkurven die Wellen ja gerne in ihrer eigenen Methode.
AT: Die Elliott Wellen Technik ist eine Nische in der Charttechnik, das ist korrekt. Allerdings funktioniert diese Technik nachweislich seit über 100 Jahren. Sicherlich werden einige Analysten durch die komplexen Regeln abgeschreckt. Die Elliott Wellen Technik ist für mich deswegen so faszinierend, weil sie alle Systeme, alle Marktteilnehmer, alle Finanzinformationen und daraus resultierenden Kursveränderungen beinhaltet. Die Elliott Wellen Analyse spiegelt also den kompletten Markt wieder. Darin sehe ich den gravierenden Vorteil.

TJ: Eignet sich Elliott nur für Indizes oder auch für Einzelaktien oder Commodities?
AT: Die Grundaussage lautet: Je mehr Handelsvolumen in einem Basiswert enthalten ist, desto aussagekräftiger sind die Elliott Wellen. Sie funktionieren somit in Commodities, volumenstarken Aktien und Indizes gleichermaßen gut. Sie funktionieren an allen Finanzmärkten, auch z.B. die Devisenmärkte lassen sich hervorragend damit analysieren.

TJ: Die Zusammensetzung von Indizes ändert sich laufend, insbesondere in den letzten Jahren in einer erhöhten Frequenz. Kurz gesagt, der DAX von heute ist ein wesentlich anderer als der DAX aus dem Jahr 2003, dem Startjahr der großen Hausse. Verfälscht das nicht die Analyse?
AT: Die substanziellen Veränderungen im DAX Index sind nahezu unbedeutend. Trotz dieser Veränderungen konnten die ermittelten DAX Kursziele exakt abgearbeitet werden.

TJ: Wie wenden Sie die Elliott-Wellen konkret an. Zählen Sie die Wellen noch manuell selbst oder wird das automatisch von einer Software erledigt?
AT: Es gibt keine Software, die einem den „Right Look“ vermittelt. Der richtige Blick für die entstehenden Wellen ist maßgeblich für den Erfolg abhängig.

TJ: Kommen wir zu Ihrem Tradingpaket: Was erwartet den Kunden exakt. Analysieren Sie live den Index? Wird konkret live gehandelt?
AT: Die US Indizes werden live verfolgt, vorrangig der DOW Jones Index Kassa und der DOW Jones Index Mini Future. Aber auch die ETF´s wie z.B. DIA, QQQQ und SPY kommen nicht zu kurz. Es werden Positionstrades angesagt, die über einige Stunden, Tage, Wochen oder sogar Monate gehalten werden können. Ebenfalls wird der Markt auf wellentechnische Tradingmöglichkeiten intraday auf allen Zeitebenen untersucht. In der Summe gesehen findet die Elliott Wellen Technik dabei eine primäre Anwendung, allerdings werden auch weitere technische Hilfsmittel zu Rate gezogen. Zusätzlich wird zu den wöchentlichen Elliott Wellen Analysen ein detaillierter Wochenfahrplan auf Stundenbasis ausgearbeitet. Meine speziellen wellentechnischen Erkenntnisse über ein Jahrzehnt werden in diesem Paket an die Teilnehmer vermittelt. Der Lerneffekt der Teilnehmer kann so auf einen zeitlichen Bruchteil reduziert werden. Der zeitliche Vorteil liegt auf der Hand, da sich die Elliott Wellen auch immer wiederkehrend in dem 1 Minutenchart präsentieren.
Es kann mit aktivem Daytrading überproportional an Intradaykursbewegungen profitiert werden. Diese werden durch Rallyeansagen, präzise Intraday-Crashansagen und Kurszielbestimmungen begleitet. Durch eine spezielle Webinar-Software entsteht ein absoluter LIVE Charakter. Sie schauen mir 3 Mal wöchentlich für je 3 Stunden über die Schulter, sehen meinen Bildschirm, hören mich sprechen und können dabei sofort die angesagten Trades umsetzen. Selbstverständlich werden auch fallende Trends intensiv gehandelt. Das ist ein wesentlicher Vorteil des aktiven Daytradings.

TJ: Herr Tiedje – weiterhin soviel Erfolg und vielen Dank für das Gespräch!
Dieser Artikel stammt aus dem TradersJournal 08/09

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