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Häufige Fragen zum AlpenTrader

Auf dieser Seite fügen wir sinnvolle Fragen und deren Antworten ein, die uns von Lesern gestellt werden, als Ergänzung zur Servicebeschreibung. Sollten nach dieser Lektüre immer noch Fragen auftauchen, mailen Sie uns einfach unter kundenservice [at] boerse-go [punkt] de .

Wie ist der zeitliche Ablauf eines Handelstages?

Alles bis auf den Einstieg kann ganz bequem zwischen Börsenschluss und der Eröffnung am nächsten Morgen ohne Hast erledigt werden. Das betrifft das nachziehen von Stopps laufender Positionen in den Gewinn, und Stopp- und Limitorders für frisch eingegangene Trades.

Live am Geschehen muss man nur die letzten Handelsminuten des Tages sein. Wir kündigen unsere Trades immer schon im Voraus möglichst detailliert an. Der tatsächliche Long- oder Shorteinstieg erfolgt dann in den letzten Handelsminuten. D.h. spätestens um 17:19 für Schweizer Aktien, und spätestens 17:29 für Aktien aus Österreich. So weiß man immer welchen Einstiegskurs zu welchem Spread man bekommt, und kann von startenden Trends von Anfang an profitieren, ohne nächsten Tag hinterher springen zu müssen. 

Diese Tradevorstellungen werden im Laufe des späten Nachmittags verschickt, und ermöglichen so die Vorbereitung auf umzusetzende Signale. Ein Beispiel:

---ABB---
Status: flat
Kommentar NEU:
Während die meisten Kollegen im SMI schon seit Tagen, oder zumindest seit Freitag, neuen Shortsignalen folgen, präsentierte sich ABB mit relativer Stärke. Heute wird aber auch diese Aktie von den Bären entdeckt, durch den Einbruch bildet sich im Chart eine schöne bearische Flagge. Dieses Fortsetzungsmuster sollte in den nächsten Tagen zu weiteren Abgaben führen. Wir steigen noch vor Börsenschluss um 17:19 mit ca. 333 Stück Short ein, das entspricht 0,7% Risiko auf den Depotstand von 20.000€ bezogen. Der Stopp wird 0,62 CHF über dem Einstiegskurs gelegt, das Kursziel 3 CHF darunter. Dadurch ergibt sich ein Chance/Risiko-Verhältnis von fast 5

Der Leser weiß also, dass ein Shorttrade in der Aktie ABB bevorsteht. Wir führen unsere Trades dann real über unseren Broker aus, und pflegen die erhaltenen Einstiegskurse, Stopps und Kursziele in das Echtgelddepot ein. Über diese getätigten Aktionen, und wenn sich in laufenden Positionen Stoppanpassungen ergeben, informieren wir die Leser noch nach 17:30.

Wie sind die Anweisungen zu verstehen?

Es gibt eine Unterscheidung in Tradevorstellungen und Tradetracking. Erstere weisen auf bevorstehende Signale hin, nehmen wir wieder das Beispiel von vorhin, das Update sieht dann so aus:

---ABB---
Status: flat
Kommentar NEU:
Während die meisten Kollegen im SMI schon seit Tagen, oder zumindest seit Freitag, neuen Shortsignalen folgen, präsentierte sich ABB mit relativer Stärke. Heute wird aber auch diese Aktie von den Bären entdeckt, durch den Einbruch bildet sich im Chart eine schöne bearische Flagge. Dieses Fortsetzungsmuster sollte in den nächsten Tagen zu weiteren Abgaben führen. Wir steigen noch vor Börsenschluss um 17:19 mit ca. 333 Stück Short ein, das entspricht 0,7% Risiko auf den Depotstand von 20.000€ bezogen. Der Stopp wird 0,62 CHF über dem Einstiegskurs gelegt, das Kursziel 3 CHF darunter. Dadurch ergibt sich ein Chance/Risiko-Verhältnis von fast 5. 

Wir haben also vor, uns eine Shortposition von ABB ins Depot zu holen, was dann spätestens um 17:19 (Börsenschluss Schweiz) so weit sein wird. Wir riskieren mit diesem Trade 0,7% unseres aktuellen Depotstandes. Nur die wenigstens werden aber den gleichen Kapitalstand aufweisen, und der eine oder andere möchte vielleicht auch weniger oder mehr Risiko nehmen. Mit den folgenden Zeilen wird dargestellt, wie man sich seine individuelle Stückzahl ganz leicht ausrechnen kann.

0,7% von 20.000€ = 140€, die aufs Spiel gesetzt werden dürfen. Das wären umgerechnet mit dem damaligen Eur/Chf-Devisenkurs von 1,475 = 206,5 CHF.

Das geplante Risiko pro CFD beträgt 0,62 CHF. Das ergibt nun also eine maximal erlaubte Stückzahl von 206,5 CHF : 0,62 CHF = 333 Stück. 

Hat man dann zu einem Kurs von z.B. 13,27 CHF das Shortsignal umgesetzt, sichert man die Position sofort mit einer Stopp- und Limitorder ab. Die Stopporder wird auf 13,27 + 0,62 = 13,89 CHF gelegt. Und das Kursziel auf 13,27 - 3 = 10,27 CHF. Für Longtrades gilt das Ganze natürlich spiegelverkehrt.

So sieht dann eine Tradebestätigung von uns aus nach der realen Umsetzung beim Broker und der Einbuchung ins Depot:

---ABB--- NEU
Status: short
TradeNr: ALP01
Entry: zu 13,27 am 02.0309 um 17:15
Stückzahl: 333
Stoppkurs: 13,89
Kursziel: 10,27
Risiko: 0,7 %
Margin: 304,09 EUR

Welcher Betrag tatsächlich für die Margin anfällt, wird von Broker zu Broker unterschiedlich sein. In unserem Fall müssen wir Intraday 10% Margin hinterlegen, die beim Halten einer Position über Nacht (was bei Swingtrading ja immer der Fall ist) auf 20% verdoppelt wird.

Die Stopp- und Zielsetzung kann auch in Ruhe nach Börsenschluss erst in Form einer One-Cancels-Other (OCO)-Order aufgegeben werden. Vor Börsenschluss ist alles was man braucht seine geplante Stückzahl. 

Fängt ein Trade an sich in unserem Sinne zu entwickeln, dann ziehen wir den Stopp, ebenfalls erst wieder nach Börsenschluss, bei Gelegenheit in den Gewinn nach. Es wird also nicht nur am Kursziel ausgestiegen, sondern sobald der Trend zu kippen droht. 

Kann ich die Orders erst für nächsten Tag aufgeben?

Das ist schon möglich, allerdings ist dabei mit Einschränkungen zu kämpfen. Erstens werden Sie damit meistens andere Ergebnisse als wir mit unserem Echtgelddepot erzielen. Denn von unseren Einstiegskursen kurz vor Handelsschluss bis zur Eröffnung am nächsten Morgen bleibt der Kurs praktisch nie auf gleichem Niveau. Die Vorteile von Limitorders für nächsten Morgen sind einfachere Handhabung der Signale, und dass man oft billigere Einstiegskurse bekommt. Der Nachteil: Wenn Trades sofort mit einem Gap wegspringen, ist man nicht dabei, und das sind meist sehr gute Signale dann.
Wir haben dazu einige Untersuchungen angestellt, also wie der Einstieg via Schlusskurs im Vergleich mit
a: Limitorders
b: Stopporders oder
c: Bestens-Orders
am nächsten Tag abschneidet. Und unsere kurzentschlossene Methode des Market on Close (MOC)-Einstiegs ging als Sieger daraus hervor. Wer aber absolut keine Möglichkeit hat, vor 17:20 bzw. 17:30 agieren zu können, findet in der Limit-Variante immer noch eine ertragreiche Strategie vor.

Wie gelange ich an neue Updates?

Sämtliche Eingaben von uns werden sofort in die Premium-Area von Godmode-Trader.de und das Live-Tradingtool von Candletrading.de eingespielt. Gleichzeitig geht ohne Verzögerung die Benachrichtung per Mail raus an die Abonnenten. Der Live-Feed muss nur im Hintergrund geöffnet sein, und informiert den Leser beim Eintreffen neuer Updates sowohl akustisch, als auch visuell. Mit diesen innovativen Tools zusätzlich zur Mailbenachrichtung kann Ihnen nicht der kleinste Hinweis entgehen. In diesem Memberbereich finden Sie auch die Kennzahlen zum Depot und das Archiv abgeschlossener Transaktionen.

Was braucht man um den AlpenTrader sinnvoll nachbilden zu können?

Für simples nachtraden reicht logischerweise ein guter CFD-Broker aus. Wer genügend Kapital zur Hand hat, kann auch normalen Aktienhandel betreiben. Ob ein Broker gut oder nicht unterscheidet sich eigentlich hauptsächlich daran, wie dort die Aktien gepreist werden. Es gibt nämlich immer noch erst sehr wenige CFD-Broker, die börsenechte Spreads anbieten. Sprich, die keine eigenen Kurse nach Gutdüngen stellen und daran auch noch verdienen wollen. Sondern die unverzögert und ohne Einfluss die Kurse 1:1 von der Originalbörse übernehmen. So ein Broker sei dringend ans Herz gelegt. Logischerweise muss dieser erstmal überhaupt Aktien aus Österreich und der Schweiz in der Produktpalette haben, so ein fortgeschrittenes Angeobt hat nicht jeder.

Unser mittel- und langfristiges Ziel wäre aber, wenn von unseren Erklärungen das eine oder andere mitgenommen und gewinnbringend in eigene Strategien umgewandelt werden kann. Wir führen kein geheimes System, sondern legen laufend die Gründe unserer Aktionen dar, die Chance daraus zu lernen ist also für jeden gegeben.

Wer also den Willen und die eiserne Disziplin hat,  sich langfristig aus eigener Kraft am Markt behaupten zu wollen, der kommt um eine ordentliche Chartsoftware nicht herum. Hiervon gibt es zig verschiedene auf dem Markt. Wir verwenden schon seit Jahren TradeSignal und Teletrader Professional, und sind sehr zufrieden damit.

Wer Näheres über den CFD-Broker unserer Wahl erfahren möchte, wird hier fündig.

Was bedeuten die Abkürzungen?

SL oder IS = Stop Loss, Intital Stopp
PT oder TP = Profit Target, Take Profit, Kursziel
flat = keine laufende Positionierung in dieser Aktie
IR = Initial Risk. Egal ob ein Trade mit 0,5% oder 1% bezogen auf den Depostand eingegangen wird, dieses Risiko ist immer 1 IR. Wenn ein Trade 3 IR Gewinn einbrachte, heißt das, dass der Ertrag das Risiko um das dreifache überstieg.
CRV = Chance/Risiko-Verhältnis. Wir wählen immer Setups mit einem Verhältnis von mindestens 4. D.h. ein CRV von 4 gibt bis zum Kursziel die Chance auf den Gewinn eines Betrages, der das eingegangene Risiko um das vierfache übersteigt.
TS = Trailing Stopp. Ein nachgezogener Stopp zur Gewinnsicherung, der den Stop Loss ablöst.
ATR = Average True Range, oder Volatilität. Basierend auf den letzten 10 Handelstagen leiten wir daraus unsere Stopps und Kursziele ab.

Wie würdet ihr euren Tradingstil beschreiben?

Wir zählen grundlegend mal klar zu den Trendfolgern. Zwar werden auch manche Trades an Doppeltopps, oder starken Unterstützungen entgegen dem übergeordneten Trend zu sehen sein. Aber hier müssen dann zumindest schon starke Zweifel am bisherigen Trend zu erkennen sein.

Konform mit dem Trend ist es einfacher, großzügigere Kursziele zu erreichen. Und diese Ziele setzen wir immer mindestens im Abstand der 3-fachen Volatilität, meistens sogar bis zur 4-fachen. Kombiniert mit einem Stop Loss, der maximal im Ausmaß der 1-fachen ATR entfernt zu liegen kommt, ergeben sich dadurch Chance/Risiko-Verhältnisse von 3-8. 

Dadurch machen wenige Gewinner viele Verlierer wieder wett, so sind auch Phasen mit schlechterer Trefferquote leicht zu überstehen. Trades werden aber nicht nur durch den Stop Loss oder das Profit Target beendet, sondern auch mittels nachgezogenem Stopp. Dieser soll angefallene Gewinne ständig absichern, sodass kein Trade der schon ansprechend im Gewinn war noch mit Minus verkauft werden muss. 

Die Stückzahlen werden über die Moneymanagementvariante Fixed Risk ermittelt. 1% Risiko pro Trade z.B. bedeuten bei wachsendem Kapitalstand höhere Stückzahlen. Während in Phasen von Drawdowns die Stückzahlen automatisch zurückgeschraubt werden. Zusätzlich steuern wir das Einzelrisiko über Diversifikation. Befinden sich schon 6 Positionen im Depot, und stehen 4 neue Signale zur Umsetzung aus, werden die nicht mit dem maximalen Risiko von 1% umgesetzt. Sondern eher mit 0,5-0,7%. Damit das Gesamtrisiko im Worst Case nie allzu hoch ausfällt. Wer nicht primär den Kapitalerhalt im Auge behält, wird langfristig kaum zu nervenschonenden Ertragskurven gelangen.

Wie wir unsere Kaufsignale finden ist leider der einzige Baustein unserer Strategie, der nicht quantitativ beschrieben werden kann. Vielmehr besteht das Konzept aus einer Kombination mehrerer Setups, je nach Börsenphase und Eigenheiten der Aktie. Mechanische Elemente wie Indikatoren gibt es keine, sämtliche Entscheidungen werden absolut diskretionär basierend auf dem nackten Chart getroffen. Wir versuchen unsere Gründe charttechnisch immer möglichst klar darzustellen, sodass die Entries nachvollziehbar sind. In unserem Know-How Bereich werden im Laufe der Zeit die verschiedenen Setups einzeln durchbesprochen.

Handelt ihr das Depot wirklich mit Echtgeld?

In der Tat, der AlpenTrader spiegelt einfach öffentlich unser normales, echtes Trading. Wir halten nichts von Musterdepots auf dem Papier ohne realem Fundament, zudem ist das ja ohnehin primär unser täglich Brot. Damit ein Depot überhaupt ehrlich und nachvollziehbar sein kann, muss der Verantwortliche auch mit den Tücken des Börsenalltags kämpfen. Wie da wären Spreadausweitungen, Kurslücken die Stopps überspringen, oder gar Handelsaussetzungen. Auf Nachfrage können wir auch Orderbestätigungen zur Verfügung stellen, wenn es wirklich jemand ganz genau wissen möchte.

Warum gerade Aktien aus der Schweiz und Österreich?

Im Tradingverlauf des Jahres 2008 widmete ich den eidgenössischen und österreichischen Aktien langsam immer mehr Aufmerksamkeit. Gründe dafür gibt es mehrere. Angefangen von Patriotismus bis hin zum Reiz, schwierige Nebenwerte zu handeln. Denn so populär der SMI und ATX mancherorts auch sein wollen, mehr als Nebenwerte auf dem internationalen Parkett sind nur die wenigsten Aktien dieser beiden Indizes. Das sind beim Swingtrading mit engen Stopps nicht die besten Voraussetzungen, dafür glänzen weniger beachtete Underlyings des Öfteren mit starken Trends in kürzester Zeit. Ein tückisches, aber oftmals lohnendes Gewässer.

Im Gegensatz zum Trading mit liquiden Bluechips werden wir im AlpenTrader wohl des Öfteren mit unglücklichen Eröffnungsgaps, oder ausgelösten Stoppkursen durch kurzfristig sehr hohe Spreads zu kämpfen haben. Wir betrachten diese Schwierigkeiten aber als zusätzliche Herausforderung, die gemeistert werden will. Allerdings achten wir durch erlangte Erfahrungen bereits bei der Auswahl von Tradingkandidaten auf diese Neigungen. Wichtig ist auch ein guter ATR:Spread-Value, will man nicht blindlings in diese zusätzlichen Hürden laufen. Ein Wert von 10 ist hier die absolute Schmerzgrenze.

Warum wurden angekündigte Trades dann doch nicht ausgeführt?

Wir handeln das Chartbild, und dieses kann sich in den nächsten Minuten noch in beide Richtungen verändern. In den Ankündigungen versuchen wir die Voraussetzungen so präzise wie möglich einzugrenzen, z.B. mit so einem Text:

Steigt der Kurs nicht mehr über 19,75 bis um 17:25, und bleibt der Spread zwischen 1 und 5 cent, werden wir mit 97 Stück shorten. Das entspricht einem Risiko von 0,5%. Der Stopp wird 1,02EUR und das Ziel 5,02EUR entfernt angelegt. Ergibt ein CRV von knapp 5. 

So kann es geschehen, dass ein gestiegener Kurs in den letzten Handelsminuten das Shortszenario noch zunichte macht, oder die Kursstellung aufgrund eines ausgeweiteten Spreads unattraktiv geworden ist.

Was ist wenn ich den Trade trotzdem eingegangen bin?

Das ist kein Malheur. Damit schneiden Sie mal besser, mal schlechter ab als wir mit dem Echtgelddepot. Auf lange Sicht wird sich das nicht sehr negativ auswirken.

Was sind die Unterschiede der Live-Tradingtools von Godmode und Candletrading?

Die beiden Member Areas unterscheiden sich hauptsächlich graphisch voneinander. Den Zweck der Information erfüllen jedenfalls beide hinreichend. Sie müssen natürlich nur auf einer Seite eingeloggt sein um über Aktualisierungen benachrichtigt zu werden. Die Depotentwicklung und ein Archiv der abgeschlossenen Transaktionen ist selbstverständlich auch in beiden Applikationen vorhanden.

Wie lief dieses Trading in den letzten Monaten?

Sehr erfreulich, mit natürlichen Schwächephasen bei generellen Trendwechseln. Woran halt alle Trendfolger leiden, im Schnitt rechnen wir mit 3 Verlustmonaten pro Jahr. Das wurde bisher noch nie überschritten, eher im positiven Gegenteil. Da wir in diesen ersten Monaten mit den auch für uns neuen Nebenwerten gleich in der Praxis rausfanden, welche Aktien sich weniger gut für kurzfristiges Swingtrading mit engen Stopps eignen, erwarten wir uns in Zukunft keine großartigen negativen Überraschungen diesbezüglich. Unser Fokus ist ausgerichtet auf Kapitalerhalt und konservativen Wertzuwachs, wir peilen aus Erfahrung mindestens 50% p.a. an.