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02. May 2010, 16:49 Uhr von Hintman
Turbulente Tage in KW17

Das war alles andere als ein optimistischer Wochenausklang am letzten Handelstag. Quer durch die Bank nur negative Schlagzeilen, angefangen von den Ermittlungen der US-Staatsanwaltschaft gegen Goldman Sachs und schwachen Unternehmensergebnissen aus dem Technologiesektor hin zu schlechter als erwartet ausgefallenen Konjunkturdaten. Diese Ereignisse von Freitag sollen aber nicht darüber hinweg täuschen, dass die Tage zuvor durchaus erfreuliche Geschäftsergebnisse von zahlreichen Unternehmen veröffentlicht wurden. Aber der Griechenland & Co – Katzenjammer wird uns wohl noch lange verfolgen.

Interessant auf jeden Fall: Laut Bloomberg sind die Aktien derzeit so billig, wie seit 20 Jahren nicht mehr. Die Kurse sind zwar seit dem März 2009 um mehr als 70% geklettert, die Gewinne der Unternehmen stiegen aber noch steiler (dank der scharf verbesserten Produktivität der Unternehmen und der Konjunkturerholung). Das explosive Gewinnwachstum drückte die Bewertung der US-Aktien (KGVs) auf das niedrigste Niveau seit 1990! Soviel zu den Fundamentaldaten, charttechnisch sehen wir die Lage wie folgt:

++FDax Daily++
Am Montag sahen wir ein sehr verdächtiges neues Jahreshoch. Verdächtig deshalb, da beim Überschreiten von 6.300 eigentlich mit mehr Dynamik zu rechnen wäre. Doch weitere Käufer blieben aus, das hatte einen aggressiven Shorttrigger unter dem Tagestief zur Folge. Damit konnte man perfekt auf einen Fehlausbruch spekulieren, die oft sehr rasante Bewegungen in die Gegenrichtung nach sich ziehen. Dazu kam es denn dann auch sofort, schon am Dienstag war der Support um 6.150 Geschichte. Es bedarf nun einer raschen Erholung über 6.200, um den FDax vor einem nachhaltigen Abwärtstrend zu retten. Wer übrigens noch nicht dabei ist bei den Bären, findet bei 6.080 den nächsten Stop-Sell-Trigger.

fdax

++FDax 60min++
Diese Woche konnte ich mich trotz Schwierigkeiten über einen Gewinn von +325 Punkten erfreuen, die Details sind nachzulesen hier.

++Dow Jones Daily++
Nach 800 Punkten seit dem letzten deutlichen Kaufsignal hat sich der Dow eine Ruhepause redlich verdient. Nicht nur dass am Dienstag der Aufwärtstrend gebrochen wurde, zeigt der Kerzenchart auch einen Evening Doji Star. Oft ein verlässliches Anzeichen einer Trendumkehr. Ein sofortiger Shorteinstieg erscheint uns nach einer 200 Punkte-Kerze nicht attraktiv, unter dem Tagestief von Donnerstag war es dann aber so weit. Damit waren wir aber eventuell zu früh dran, schließlich ist um 11.000 mit massiver Gegenwehr der Bullen zu rechnen. Aber wirklich durchsetzen können diese sich erst wieder ab 11.200, und so lange werden wir wohl auf unser Kursziel von 10.800 als erster Zwischenstation setzen.

dow

++Dow Jones 60min++
Einen potentiellen Shorteinstieg ab Donnerstag Abend haben wir leider komplett verpasst. Dazu hätte es einer bullischen Stundenkerze bedurft, unter der wir eine Stop-Sell Order setzen hätten können. Abgesehen davon war es aber erneut eine erfolgreiche Woche, bei dieser Volatilität auch kein Wunder. Aktuell suchen wir nur nach einem neuen Shorteinstieg. Und zwar so lange, bis sich eine bearische Fortsetzungsformation bildet. Ab einer Überschreitung des Hochs dieser Formation spekulieren wir wieder auf steigende Kurse.

dow60

++SMI Daily++
Die perfekte Shortchance haben wir am 16. April an uns vorüberstreichen lassen. Dabei sind solche Fehlausbrüche sehr oft Quell schöner Bewegungen, nach genau solchen Setups jagen wir meist. Danach mussten wir warten ob sich was an der Unterstützung um 6.750 tut. Und in der Tat wurde diese rasch obsolet, nach dem Spinning Top diesen Montag unter dessen Tagestief endlich die erwartete neue Shortchance. Die hat sich innerhalb weniger Stunden gleich prächtig entwickelt, die Bullen verlassen das sinkende Schiff. Über dem Hoch von Freitag setzen wir trotzdem eine neue Stop-Buy Order. Ab hier sollte es nämlich nicht nur bei einer kleinen Gegenbewegung bleiben.

smi

++ATX Daily++
War ein unangenehmes Gezerre vom 22. bis 26. April, aber seit Dienstag steht die Richtung nun wieder fest. Zumindest so lange wie sich der ATX unter 2.700 aufhält, bis hierhin gilt es nur nach neuen Verkaufsignalen Ausschau zu halten. Auch im Wochenchart hat sich das Chartbild mächtig eingetrübt, es droht ein mittelfristiger Fall bis auf 2.400. Aber das liegt noch in weiterer Ferne, erstmal gilt es den Support um 2.600 zu brechen.

atx

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Die letzten Kommentare

  • Gertrude:
    i am a Test Comment!
  • Harley:
    Ich schaue schon nach wann News anstehen. Kurz davor ( ca. 30 min) gehe ich dann da nicht mehr rein, bzw....
  • Oldschuren:
    Hi Harley, der BundFuture ist ja stark Newsabhängig. Checkst Du die Nachrichten vorm trading? Glaube,...
  • Harley:
    Hast Recht, sind natürlich Ticks, aber da ich seit Anfang an immer Punkte geschrieben habe, bleibe ich mal...
  • Harley:
    Ja, aber erst ab Mittag, davor war schon was los.

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