60min solo hätte diese Woche gerade einmal +51 Punkte brutto erzielt. Das aber mit einem noch laufenden, schon im Gewinn abgesicherten Shorttrade. Dessen Kursziel bei 6.067 liegt, während ab 6.119 wieder ins Lager der Bullen gewechselt werden muss. Der Long von Dienstag 13 Uhr war lästig, aber kaum vermeidbar. Ein “Short Only” Modus wäre wohl verfrüht gewesen, hat sich erst später manifestiert. Dort dann mit einem knausrigen Kursziel, die Volatilität kam ja erst am Nachmittag kräftig in Schwung. Ein erneuter Shortversuch am Abend hat sich dann verboten, weil ich ungern nach solchen Bewegungen an neuen Kurstiefs short (rot eingekreist). Das Eröffnungsgap am Mittwoch hätte ich real möglicherweise zu einem neuen Short genützt, aber das kann ich im Nachhinein unmöglich sicher sagen, weil unklar. Alle weiteren Trades waren dann klassisch nach Regelwerk, zum Longkursziel von 115 Punkten hat es trotz sehr freundlicher Eröffnung am Freitag nicht gereicht.
Im real gehandelten 15min lief es bis Mitte der Woche hervorragend, bis Mittwoch Vormittag konnte man sich schon über +260 Punkte freuen, nachzulesen hier.
28.04.
Nach der Glattstellung des Shorts von Dienstag habe ich leider einen lukrativen Longeinstieg verpasst. Grund dafür der “Short Only” Modus vorgegeben durch den Stundenchart. Dieser wurde erst um 16 Uhr aufgehoben, und das hat sich nicht zu meinem Vorteil ausgewirkt. Dadurch ziemliches Rumgemurkse bei hoher Vola, was zu Lasten des Punktekontos ging. Vorwürfe muss ich mir aber keine machen, auch im Nachhinein sind keine Fehler auszumachen, bin klar den Regeln gefolgt.
29.04.
Zur Eröffnung hatte ich etwas Dusel. Ich storniere ja die Orders Overnight aufgrund des 24h-Handels bei meinem Broker WHS mit ausgeweitetem Spread. Ich saß dann vor den Kursen und wollte zur Eröffnung prompt die Seiten wechseln. In der einen Minute Wartezeit bis sich der Spread einpendelte notierte der FDax aber schon wieder über dem Trigger bei 6.084. Hab dann die Orders in den Markt gelegt, und es kam zu keiner Ausführung mehr. Etwas Glück darf auch mal sein, sonst hätte ich den Short sehr rasch abschreiben können. Vor zwei Wochen noch ists mir genau anders rum ergangen. Jedenfalls kam es so erst nach Mittag zum Seitenwechsel. Die Stunden danach waren komplett zum Vergessen. Ich habe mir hier noch keine Richtlinien gesetzt, ab wann ich einen Tag besser abhake und aufhöre mit dem Trading. Wenigstens hat die 12:45 Kerze (rot markiert) ganz knapp keinen weiteren Short zu 6.112 ausgelöst, so konnte der Long wenigstens etwas zulegen. Ab 17 Uhr hat es dann im Stundenchart endlich gelautet “Long Only”. So konnte ich mich als Entschädigung am nächsten Morgen wieder über ein perfektes Kursziel von +74 freuen. In realisiertem Verlust gemessen war dieser Donnerstag mit -60 aber einer der schlimmsten Tage überhaupt. Nur: hätte ich z.B. nach dem 3. oder 4. Verlust das Trading einstellt, wäre es auch nicht zum neuen erfolgreichen Longtrade gekommen.
30.04.
Bis 14 Uhr waren Shorts verboten, der erste um 14:45 hat dafür dann auch gleich optimal eingeschlagen. Hier möchte ich darauf hinweisen, dass das nur möglich war weil die 5-fache Vola der 14:30 Kerze bei 68 Punkten lag. Jene 15min-Kerze von 14 Uhr hingegen, unter dessen Tief ich die Stop-Sell Order gelegt habe, hatte noch eine Vola von 77 Punkten. Dieses ursprüngliche Kursziel wäre knapp nicht erreicht worden. Ich passe nun die Marke gar nicht bei jeder Kerze an, da muss ich schon vor dem Schirm sitzen und sich einige Punkte Unterschiede ergeben. Hätte ich mich z.B. meinem Mittagessen gewidmet, oder wäre die Vola nur von 77 auf z.B. 75 gesunken, hätte ich darauf verzichtet. Denn wenn ein Trade erstmal läuft, ändere ich da eigentlich nichts mehr außer dem Stopp. Während ich diese Zeilen schreibe, kommt in mir aber gerade ein Umdenken auf. Werde künftig auch bei laufenden Trades das Kursziel immer vom Vorgänger der Einstiegskerze abhängig machen und gegebenenfalls ändern.
Was dann folgte war eine erneute Zertrümmerung meiner Trefferquote diese Woche. Aktuell läuft noch ein Short mit Ziel 6.035 Punkten.
Fazit KW17: am Anfang lief alles spielerisch, danach ging die Trefferquote den Bach runter. Diese vielen kleinen Verluste sind dann aber eben der Preis dafür, beim Ausbruch mit hoher Wahrscheinlichkeit mit an Bord zu sein. Am Ende stehen +325 Punkte nach 26 Trades zu Buche. Macht dank der gestiegenen Vola +12,5/Trade. Neues Rekordergebnis trotz ernüchterndem Donnerstags- und spätem Freitagstrading. Ich bin gespannt was die erste Maiwoche zu bieten hat. Ich werde nun 60min solo auch nicht mehr detailliert verfolgen, zu massiv ist die Outperformance des untergeordneten 15min-Zeitfensters. Der Stundenchart dient mir nur noch zur Erkennung klarer Trendphasen (hoffentlich).

















