Während in New York der Blizzard tobt, bereiten sich die Bullen und Bären auf eine richtungsweisende Schlacht in den kommenden Tagen vor. Wie wir nachfolgend bei der technischen Analyse der Indizes sehen werden, kann der nächste Impuls schon das Zünglein an der mittel- bis langfristigen Waage sein.
Von der fundamentalen Seiten bekommen eher die Pessimisten Munition, stiegen doch erneut die Arbeitslosenzahlen, während in den USA der Verkauf vorhandener Eigenheime unerwartet stark sank. Einzig der Chicagoer Einkaufsmanager Index ist überraschend gestiegen, ein Zeichen für eine sich erholende US-Industrie.
Für den AlpenTrader war die letzte Handelswoche extrem unglücklich. Das ist nicht beschränkt auf die Action in der Erste Bank am Freitag. Sondern auch auf den Umstand, dass wir die Stop-Sell Order für Raiffeisen genau vor dem Absturz am Dienstag stornierten, und ein Shortsignal für OMV zurückgestellt haben, ebenfalls am Dienstag. Wo diese Aktien am Freitag standen, kann sich ja jeder ansehen. Es wird Zeit, volles Programm zu fahren. Was ich damit sagen will: seit der Strategieänderung Anfang des Jahres traden wir auf Sparflamme, d.h. maximal 3-4 Positionen in eine Richtung. Um vorsichtig eine Bestätigung des Erfolgs der neuen Vorgehensweise in der Praxis zu bekommen, ohne sich gleich mit zu hohem Risiko darauf zu stürzen. Es liegen aber oft mehrere Signale vor, die werden dann eben ignoriert. Was wir davon hatten in den letzten Wochen, würde Anhänger von Murphys Law mit stolzgeschwellter Brust herumstolzieren lassen. Der Drawdown wurde zwar gestoppt, aber bei der Wahl der “richtigen” Signale greifen wir regelmäßig daneben. Die Schlussfolgerung daraus ist einfach: wir werden einfach jedes Signal handeln, was zur Folge haben kann, dass das Einzelrisiko pro Trade reduziert werden muss.
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