Lange hab ich nichts mehr von mir hören lassen… das lag zum einen daran dass sich in meinem Leben einige Veränderungen ergeben haben und zum anderen, dass ich einiges anderes ausprobiert habe – unter anderem mein erstes Algotrading System.
Dieses lief (oder läuft sogar noch) bei Interactive Brokers, die ich für aktive (Day) Trader wärmstens empfehlen kann. Ich bin allerdings nach wie vor nicht der aktive Trader der man sein müsste um mit diesem Broker und der TWS richtig arbeiten zu können. Kurzfristiges Trading geht einfach nicht, wenn man den ganzen Tag arbeitet und abends keine Motivation mehr aufbringen kann, sich stundenlang vor den Schirm zu setzen um auf Signale zu warten. Außerdem findet die größte Action tagsüber statt, abends liegen auch die Forex-Paare – trotz des vielgerühmten 24h Marktes – da wie ein toter Hund. Da fällt es gleich nochmal schwerer sich davor zu hocken… zumal das halt auch einiges an Lebensqualität kostet.
Also doch wieder Swingtrading
. Die Positionen die ich mir leisten kann, gehen dann wiederum mit IB nicht oder sind zu teuer im Verhältniss zur Gewinnchance. IB verlangt immerhin mindestens $5,- Rake pro Roundturn und man muss mindestens 2 Minilot handeln. Bei den Volas in größeren Zeitrastern würde mein Konto im Verlustfall ziemlich schnell schrumpfen.
Das heißt konkret: Zurück zu Oanda. Da werde ich jetzt mit einer Bankroll von 2000,- euro starten und vorwiegend im H3 handeln. Risiko liegt bei 2,5%/Trade, oder 50 euro. Das entspricht ca. 40 Buy-ins, sollte aufgrund der zu erwartenden niedrigen Handelsfrequenz leicht zu stemmen sein. Bei Schrumpfen des Kontos auf 3/4 des ursprünglichen Wertes werde ich außerdem eine Stufe runtergehen und 25,- € pro Trade riskieren. Die nächste Erhöhung erfolgt bei einer Veranderthalbfachung, sprich bei 3000,- €; und wieder wird bei 3/4 des höchsten Wertes eine Stufe zurückgegangen. Oanda kommt an dieser Stelle sehr entgegen, weil man die Positionsgrößen völlig frei wählen kann.
Dabei verfolge ich nicht solche heren Ziele wie Der Forex Millionär. Vielmehr geht es mir um den Spass an der Sache und ein solides Trading, das man auch neben der Arbeit locker praktizieren kann – und das bestenfalls ein kleines Nebeneinkommen einbringt.
Zum Plan: Wie ich festgestellt habe, bildet der Forex Markt keine schönen langfristigen Trends in höheren Zeitrastern aus. Trendhandel im D1 oder so kann man vergessen, hier dominieren die Seitwärtsbewegungen. Also werde ich Ranges handeln, diskretionär und unter Zuhilfenahme von Trendlinien, Bollinger Bändern, EMA’s und Umkehrmustern im Candlestick Chart. Die Ausstiege erfolgen mit festen Stopp Loss und Take Profit, wobei der TP etwa das 2-3 fache des SL ausmacht, mindestens aber das 1,5 fache. Die Positionsgröße wird anhand o.g. Risikovorgaben und des einzuplanenden SL jedesmal neu berechnet. Als Paar werd ich mir ausschließlich den Cable vornehmen.
Sobald das Geld bei Oanda angekommen ist, gehts los. Bin gespannt wie es laufen wird
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